Pflegestuhl fürs Krankenhaus

Der Kreisseniorenrat Tuttlingen hat den Pflegestuhl, der ca. 1600,00 € kostete dem KKH Tuttlingen gespendet. Dies wurde mit großer Freude von den Mitarbeitern und Verantwortlichen angenommen. 

 

Presseinformation des Landesseniorerates.

Seniorenräte - schon lang kein Kaffeekränzchen mehr!
Die Regionaltagung der Seniorenräte in Südbaden beschäftigte sich mit dem Thema der zukünftigen Chancen und Herausforderungen.

Tuttlingen/Stuttgart

„Die älteren Menschen liegen mir am Herzen“ mit diesen Worten eröffnete Landrat Stefan Bär die Regionaltagung der Seniorenräte aus der Region Südbaden am 30.06.2021 in Tuttlingen. Oberbürgermeister Michael Beck ergänzte: „Die Zusammenarbeit zwischen den Seniorenräten und der örtlichen Politik und Verwaltung ist sehr wichtig und ertragreich.“

Dies unterstütze Anton Stier, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Tuttlingen, und hob hervor, dass Seniorenräte sicher auch manchmal unbequem werden dürfen, um wichtige Punkte durchsetzen zu können.

Nora Jordan-Weinberg, stellv. Vorsitzende des Landesseniorenrats Baden-Württemberg e.V. stellte die Arbeit der Seniorenräte in den Mittelpunkt. Seniorenräte heute sind schon lange keine Kaffeekränzchen mehr, sondern ein starker Netzwerkpartner, der mit Erfahrung und Weitblick überzeugen kann.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der gemeinsame Austausch auf Augenhöhe. Die Kreisseniorenräte Breisgau-Hochschwarzwald und Konstanz sowie die Seniorenbeauftrage der Stadt Schopfheim boten durch kurze Vorträge Einblicke in die Arbeit auch unter pandemischen Bedingungen. Besonders in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Seniorenräte weiterhin aktiv bleiben und Ansprechpartner für Seniorinnen und Senioren sind. Die Anpassung der Patientenverfügung unter dem Aspekt der notwendigen Beatmung bei einer Corona – Infektion, die Umstellung der Arbeit auf digitale Konferenzsysteme sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen standen dabei im Fokus.

Das Worldcafé am Nachmittag gab allen Beteiligten die Möglichkeit sich intensiv zu vier unterschiedlichen Themenbereichen – Chancen und Herausforderungen vor Ort, Digitalisierung, Aufbau neuer Seniorenräte und Vernetzung – auszutauschen und Ideen zu entwickeln. Dabei wurde deutlich, nur gemeinsam, miteinander in einem starken Netzwerk unterschiedlichster Akteure und der örtlichen Politik können zukünftig die Wünsche und Bedarfe sowie Aufgaben im Sinne der Seniorinnen und Senioren bewältigt werden.


Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V. ist ein Zusammenschluss von Kreis- und Stadtseniorenräten, Seniorenverbänden und Landesorganisationen, die auf dem Gebiet der Altenarbeit tätig sind. Die Aufgabe des Landesseniorenrats ist die Vertretung der Interessen älterer Menschen gegenüber Regierung, Politik, Verbänden und Organisationen mit dem Ziel, die vielen Facetten des Alters in der Öffentlichkeit zu verankern. Dabei geht es um gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Sicherheit der fast 3 Millionen Menschen über 60 Jahre im Süd-Westen Deutschlands. 1974 als Dachverband gegründet, arbeitet der Landesseniorenrat in Baden-Württemberg unabhängig, überparteilich und überkonfessionell.

 

90ster Geburtstag von Martin Stützler, Ehrenvorsitzender

Ehrenvorsitzender Martin Stützler wird 90

Stützler war 20 Jahre lang Vorsitzender des Kreisseniorenrats

SPAICHINGEN - Der Ehrenvorsitzende des Kreisseniorenrats Tuttlingen, Martin Stützler, feiert am Samstag seinen 90. Geburtstag. Stützler hat während seiner über 20-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender des Kreisseniorenrats dafür gesorgt, dass alle Teile des Landkreises im Seniorenrat vertreten waren und für Senioren wichtige Themen vorangebracht. Der Kreisseniorenrat bedanke sich bei Stützler für seine Hilfe während seiner Zeit als Vorsitzender und wünsche sich, dass Stützlers Arbeit von den alten und neuen Mitgliedern des Kreisseniorenrats weitergeführt werde, sagt Walter Kümmerlen, der lange Jahre mit Stützler im Kreisseniorenrat zusammengearbeitet hat. „Eine ganz wichtige Rolle sah Stützler in der Arbeit für die Senioren über eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“, so Kümmerlen. Dafür sei eine Broschüre erstellt und im Laufe von Stützlers Tätigkeit drei Mal überarbeitet worden. Über 10 000 Exemplare wurden über die Bürgermeisterämter, Seniorenvereinigungen und größeren Industriebetriebe verteilt. „Im Vorstand des Landesseniorenrats hat Stützler über mehrere Jahre unsere Region mit einem Sitz vertreten“, sagt Kümmerlen. Stützler hatte im Jahr 1998 das Amt des Vorsitzenden des Kreisseniorenrats übernommen. Damals war die bisherige Vorsitzende Lilo Mattes verstorben, woraufhin eine Vorstandssitzung unter der Leitung des Sozialreferenten Hans Eberhard vom Landratsamt einberufen worden war. „Er lebte zu dieser Zeit noch in Spaichingen und war dort Chef des Polizeireviers bis zu seinem Ruhestand“, so Kümmerlen. „Für ihn war dies eine völlig neue Aufgabe.“ Wichtige Seniorenveranstaltungen der Bundesregierung habe Stützler für Senioren nach Tuttlingen gebracht. „In seiner 20-jährigen Tätigkeit hat Martin Stützler sämtliche Pflegeheime im Kreis Tuttlingen besucht, um sich mit den Mitgliedern des Kreisseniorenrates einen Überblick über das Angebot zu verschaffen“, sagt Kümmerlen. Fahrten zu den Landesseniorentagen nach Stuttgart, Karlsruhe und Heilbronn seien von vielen Teilnehmern wahrgenommen worden. Nach über 20 Jahren als Vorsitzender gab Stützler das Amt im April 2019 an den ehemaligen Bürgermeister von Frittlingen, Anton Stier, ab. „Er wurde dann zum Ehrenvorsitzenden des Kreisseniorenrats ernannt“, so Kümmerlen. Heute geht es Stützler laut Auskunft von Walter Kümmerlen gut. „Erst am Mittwoch war er bei einer Konferenz des Kreisseniorenrats dabei“, sagt er. Stützler habe die Senioren am Samstag auch zu einer Geburtstagsfeier bei sich zuhause in Donaueschingen eingeladen.

Martin Stützler erhielt 2017 die Staufermedaille. ARCHIV-FOTO: CHRISTIAN GERARDS